Einbruch in der Kirche Des Guten Hirten Guben
Am Morgen des Michaelistages (29. September 2026) wurde Pastor Michael Voigt – Vakanzvertreter der Gemeinde Des Guten Hirten Guben (SELK) – von Gemeindegliedern darüber informierten, dass in die Kirche eingebrochen wurde. Die Tür am Kreuzgang war mit großer Kraft aufgebrochen worden, Türen und Schränke in der Kirche aufgerissen, der Tresor in der Sakristei mit unglaublicher Gewalt aus seiner Wandverankerung gerissen und aufgebrochen. Der Schreck in der Gemeinde und Öffentlichkeit sitzt tief, weil „so etwas“ immer woanders geschieht. Die schöne Jugendstilkirche steht als Wahrzeichen der Stadt im Zentrum. Dennoch haben Anwohner nichts vom Einbruch bemerkt.
Der unwiederbringliche Schaden für die Kirchgemeinde: die einzigartigen vierteiligen Abendmahlsgeräte von Goldschmied Wilmar Römer (Gemeinde Allendorf Lumda), erst im Jahr 2004 angeschafft, wurden gestohlen. Materialwert geschätzt tausend Euro, Wiederbeschaffung unmöglich; ein einmaliges und aussagefähiges Kunstwerk, das nun wahrscheinlich eingeschmolzen wurde, um den Materialwert zu realisieren. Selbst eine kunstvolle Replik der Abendmahlsgeräte von einem Goldschmied kostete heute mehrere 10.000 €.
Spenden von Gemeindegliedern und der Öffentlichkeit zur Beseitigung des entstandenen Schadens können überwiesen werden auf das Konto „SELK Guben“ | IBAN: DE29 3506 0190 1566 1800 10 | BIC: GENODED1DKD (bei der KD-Bank Dortmund).
Sollte die Replizierung der Abendmahlgeräte wider Erwarten durch die Versicherung vollständig übernommen werden oder die Geräte wieder gefunden werden, gehen die nicht benötigten Spenden alle an die Lutherischen Kirchenmission.
Ein Bericht über den Einbruch eröffnete am 29. September die Spätnachrichten des Regionalfernsehens „rbb24 BRANDENBURG“ um 21.45 Uhr, nachzuverfolgen HIER in der ARD-Mediathek.
Pastor Michael Voigt ordnet am Abend des 29. September in seiner Information an Gemeinde und Öffentlichkeit das Geschehen für sich wie folgt ein:
„Wir haben am Sonntag Erntedankfest gefeiert und vor Augen bekommen, wie reich uns Gott in unserem Land und in unserem Leben beschenkt. Wir sind als Christen darauf eingestellt, dass wir Freude und Hoffnung behalten, auch wenn es im Leben anders läuft als wir uns das wünschen. Gott versorgt uns! Am Sonntagnachmittag wurde der Text- und Bildband zur Geschichte unserer Kirche mit einem über 200-Seiten umfassenden Buch vorgestellt, das unser Gemeindeglieder Andreas Eckert herausgegeben hat. Was für eine Freude!
Wir leben in einem Land, in dem wir als Christen unseren Glauben bekennen können und in dem es uns gut geht, viel besser als allen Generationen vor uns. Auch konkret haben wir es heute erlebt: Polizei und Kriminaltechniker war bald vor Ort und haben ihre Arbeit professionell getan. Die Medien berichten, die Versicherung werden wir informieren und dann weiter sehen... Wir werden auch weiter das Hl. Abendmahl feiern, wenn auch nicht mehr mit unseren schönen Abendmahlsgeräten. Mein Trost ist durchaus auch, dass der oder die Täter sich nicht nur mit dem Gesetz angelegt haben, sondern auch mit Gott selbst. Denn Sein Haus ist die Kirche, ihm geweiht.“