Auf La Palma von Vulkan betroffen | 05.12.2021

SELK-Kirchglieder auf La Palma von Vulkan betroffen
Pfarrer Lienhard Krüger: "Gemeindeglieder vermissen das Heilige Abendmahl"

La Palma (Spanien)/Lübeck, 5.12.2021 - selk - Der Vulkan auf der spanischen Insel La Palma sorgt weiter für Angst und Schrecken. Das erleben auch Gemeindeglieder der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), wie SELK-Pfarrer i.R. Lienhard Krüger (Lübeck) zu berichten weiß: "Schon in den Jahren um 1998 waren Gemeindeglieder der SELK in der Stuttgarter Gemeinde über Sommer beheimatet, aber im Winter auf La Palma ansässig.

Später verlegten sie den Sommersitz nach Hessen." Die "westlichsten Gottesdienste der SELK in Europa", so der ehemals in Stuttgart tätige Krüger, habe er bei zwei Besuchen auf der Grünen Insel mit den Residenten als Abendmahlsgottesdienste feiern können. Der Kontakt war nicht abgerissen.

Nun meldeten sich eben diese Gemeindeglieder bei Krüger: "Wir sind dank Gottes gnädiger Fügung weiterhin altersgemäß wohlauf und das trotz der noch stark anhaltenden Vulkanaktivitäten mit den immer noch zunehmenden Lavaströmen, Aschesandregen, Erdbeben, Luftverpestungen .", heißt es in einer aktuellen E-Mail: "Vorgestern Nacht hat ein heftiges Gewitter den so sehr ersehnten ersten Regen dieser Saison gebracht, und nun müssen wir zum ersten Mal in zehn Wochen nicht stundenlang Asche ums Haus herum oder von den Dächern kehren, sondern schweren schwarzen Matsch, dem man nur mit hier nicht erhältlichen Schneeschiebern beikommen könnte, weil es zusätzlich noch große Mengen Material von den verschiedenen Dachflächen heruntergeschwemmt hatte." Aber so habe alles mit einer kleinen Kohleschaufel zusammengekratzt und in kleinen tragbaren Portionen im angrenzenden Wald entsorgt werden müssen. "Nun brauchen wir wenigstens nicht gleich wieder morgens früh rauszugehen im ,Kampfanzug' - dicht bekleidet mit Maske und Schutzbrille - zum Abschütteln und Abspritzen aller Pflanzen." Diese kleine Erleichterung werde allerdings leider nicht allzu lange andauern, denn wenn die Oberfläche der riesigen meterhohen Ascheberge in Vulkannähe wieder trocken sei, werde der Wind immer wieder Nachschub "bis zu uns her" wehen. Zudem produziere der Vulkan immer noch Unmengen von neuem Schmutz. Es sei also kein Ende abzusehen, wann La Palma wieder den Beinamen "La Isla Bonita" (die Schöne) oder "La Isla Verde" (die Grüne) beanspruchen könne. "Aber viel schlimmer wäre es, wenn wir diese Arbeiten nicht mehr verrichten könnten, weil unser Haus in der Lava versunken wäre wie so viele andere. Dieses Drama wiederholt sich weiterhin täglich, weil Lava ständig neues Gelände verwüstet."

Inzwischen sind über 7.000 Bewohner der Insel evakuiert worden und warten auf geistliche und materielle Zuwendung. Rund 2.700 Gebäude wurden zerstört.

"Die göttliche Bewahrung von Menschenleben lag auch in den Diensten der Vulkanologen und deren schnellem Eingreifen", so Krüger: "Unsere Gemeindeglieder sind über das Internet versorgt, vermissen aber das Heilige Abendmahl ."

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Ein Bericht von selk_news /
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