Gemeinde Dresden feiert 150-jähriges Bestehen | 07.09.2021

Zeitumstände anschaulich geschildert
SELK-Gemeinde Dresden feiert 150-jähriges Bestehen

Dresden, 7.9.2021 - selk - Mit einem Festvortrag des Kirchenhistorikers Dr. Gottfried Herrmann (Zwickau), Dozent am Lutherischen Theologischen Seminar der Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK) in Leipzig, zur "Entstehung der Gemeinde" wurde die Festwoche zum 150. Gemeindejubiläum der Dreieinigkeitsgemeinde Dresden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am vergangenen Freitag eröffnet. Am 3. September 1871 war der erste Gottesdienst der Gemeinde als Lese- und Predigtgottesdienst gehalten worden. Noch im gleichen Monat wurde Pfarrer Friedrich Ruhland (New York) berufen. Am Reformationstag (31. Oktober) 1871 wurde die "Verfassung der vom Staate unabhängigen evangelisch-lutherischen Kirche in Sachsen" dem sächsischen Kultusministerium vorgelegt.

Hermann schilderte anschaulich die Zeitumstände und den wechselvollen Verlauf der Gemeindegeschichte. Seinen Vortrag hielt er im Veranstaltungssaal des Goetheinstituts Dresden. Auch Gemeindeglieder der Dreieinigkeitsgemeinde Dresden der ELFK waren zu dieser Veranstaltung eingeladen worden und gekommen.

Am Samstag stellte sich dann der leitende Geistliche der SELK, Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), dem Gespräch mit Gemeindegliedern und deren Fragen. Er ging dabei unter anderem auf Fragen zum Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube, zu geeigneten Zeiten zum persönlichen Gebet und auf besondere personelle Herausforderungen der SELK ein.

Der Tag klang mit einem Orgelkonzert durch SELK-Kantorin Antje Ney (Hanstedt/Nordheide) und Kirchenmusikerin Henriette Maria Bruchholz (Stuttgart) aus. Es erklangen unter anderem vierhändige Stücke von Johann Georg Albrechtsberger (1736-1809), Adolph Friedrich Hesse (1809-1863), Ludwig von Beethoven (1770-1827), Robert Schumann (1819-1896) und Wilhelm Rudnick (1850-1927).

Im Festgottesdienst am Sonntag hielt Bischof Voigt die Festpredigt. Er erinnerte an die wechselvolle Gemeindegeschichte. Es seien die schweren Zeiten gewesen, in denen Gott seine Gemeinde weitergeführt habe. Voigt erinnerte an Freude, Gebet und Dank, mit denen ein Christenmensch aus den Belastungen des Alltags heraustrete und in gewisser Weise den Blickwinkel Gottes einnehme. Heiligung des Christenlebens wirke Gott selbst. Voigt sagte: "Der Gott des Friedens selbst heiligt und verändert uns. Er tut das, indem er durch sein Wort zu uns redet. Er tut das, indem er uns jetzt seinen Leib und sein Blut zu essen und zu trinken gibt."

Gegenüber selk_news äußerte sich Voigt positiv über seinen Gemeindebesuch. Insbesondere der Glaubensmut der Schwestern und Brüder, die aus anderen Ländern kommend in Dresden Zuflucht gefunden und dort teilweise auch in der Dreieinigkeitsgemeinde zum Glauben an Jesus Christus gefunden hätten, stimme ihn zuversichtlich. Er sei der Einladung des Kirchenvorstandes und Gemeindepfarrer Stefan Dittmer (Dresden) gern gefolgt.

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Ein Bericht von selk_news /
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