Pfarrkonvent in Bleckmar
Vom 22. bis zum 24. September trafen Pfarrer der Kirchenbezirke Berlin-Brandenburg und Niedersachsen-Ost der Selbständigen Ev.-Luth. Kirche (SELK) sich zu einem Begegnungskonvent im Missionshaus in Bleckmar, Kreis Celle. Die 3. Tagung der 15. Kirchensynode der SELK hatte 2025 in Fulda beschlossen, der von ihr eingesetzten Einheitskommission aufzutragen, „die Weiterarbeit an den Kernfragen der Debatte, um die Frauenordination für die Pfarrkonvente zu strukturieren.“ Sup. Sebastian Anwand, Potsdam, hatte zusammen mit Sup Bernhard Schütze, Hamburg, den Konvent gut vorbereitet und führten ihn mit mehreren Aufgaben gezielt durch die Konventstage. Bischof Hans-Jörg Voigt DD, Hannover, nahm an den Beratungen teil.
Am Mittwochnachmittag machte der Konvent sich im Tiefental, Misselhorner Heide bei Hermannsburg, auf missionshistorische Spurensuche. Sup. Bernhard Schütze las am dortigen, von dem Ev.-Luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM), der Rechtsnachfolgerin der Hermannsburger Mission, 1999 in Erinnerung an die Gründung der Hermannsburger Mission 1849 gesetzten Gedenkstein das 13. Kapitel des 1. Korintherbriefes des Apostels Paulus vor und der Konvent sang zusammen den Choral „Nun danket alle Gott“.
Auch im Missionshaus Bleckmar selbst war ein historischer Meilenstein erreicht, hatte das Missionskollegium der Lutherischen Kirchenmission (Bleckmarer Mission) e.V. am 29. Juni doch beschlossen, den Gästebetrieb zu Ende September einzustellen. So dankte Missionsdirektor Edmund Hohls der Hauswirtschafterin Bärbel Dening im Namen der Missionsleitung für ihren langjährigen Einsatz im Missionshaus, nicht ohne sein Bedauern zum Ausdruck zu bringen, dass sie ihr betriebsbedingt kündigen musste. Konventuale konnten sich ein letztes Mal im Gästebuch verewigen.
Die Schließung des Gästebetriebes im Missionshaus bedeute dennoch auf keinen Fall die Aufgabe der Arbeit der Lutherischen Kirchenmission, betont Edmund Hohls. Vielmehr sähe das Missionskollegium diesen Schritt als notwendig an, um zukünftig mehr Geld in die Missionsarbeit in Deutschland, Südafrika und Brasilien investieren zu können, habe der Gästebetrieb doch seit vielen Jahren rote Zahlen geschrieben. Er freue sich sehr, dass die Missionsleitung seit einigen Monaten in guter Verhandlung mit einem Interessenten stehe, der eine Jugendwohngruppe im Missionshaus einrichten wolle.
Am letzten Tag seiner Begegnung feierte der Konvent einen Abendmahlsgottesdienst in der Kapelle des Missionshauses. Tagesandachten rahmten die Beratungen.