SELK-Aktuell

Mitgliederversammlung der ACK tagte in Berlin

ACK BerlinAm Abend des 15. September 2026 wurde die „Charta Oecumenica, Revidierte (2.) Ausgabe der Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa“ in der französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin durch 18 Mitgliedskirchen feierlich unterzeichnet. Die Predigt im Gottesdienst hielt Landesbischof a.D. Prof. Bedford-Strohm. Er sprach von der „Ökumene der Herzen“ und griff damit einen Satz des revidierten Dokuments auf, in dem es heißt: „Die Ökumene beginnt daher mit der Erneuerung unserer Herzen, mit der Schaffung einer Kultur der Liebe und der Förderung von Gastfreundschaft und Vertrauen.“

Der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) hatte bereits auf der vorausgehenden Mitgliederversammlung im März 2026 in Rastatt darüber informiert, dass für die die SELK eine Zustimmung durch alle Bezirkspfarrkonvente der SELK wie bei der Vorgängerfassung binnen Jahresfrist nicht zu leisten sei. Die erste Fassung aus dem Jahr 2001, die 2003 unterzeichnet wurde, habe für seine Kirche einen hohen Stellenwert. Dies verzögere nun gleichrangige Rezeption des revidierten Papiers in der SELK.

Am Mittwoch, 16. September, schloss sich ein gemeinsamer Studientag der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland mit den Mitgliedern der Konferenz der regionalen ACK-Geschäftsführenden an. Unter dem Thema „Revidierte Charta Oecumenica – Impulse und Rezeption“ berieten die Anwesenden, welche Impulse von der überarbeiteten Charta Oecumenica für die ökumenische Arbeit ausgehen, wie sie vor Ort aufgenommen und umgesetzt werden können. Zudem wurden auch kritische Anfragen diskutiert.

Höhepunkt des ersten regulären Sitzungstages am 16. September 2026 war die feierliche Aufnahme der Neuapostolischen Kirche (NAK) als Vollmitglied in die ACK-Deutschland. Dies wurde am Abend in einem festlichen Gottesdienst in der Neuapostolische Kirche Berlin-Prenzlauer Berg begangen. Zuvor war die Zustimmung aller bisherigen Mitgliedskirchen zu dieser Aufnahme erforderlich.

Auf der Tagesordnung stand zudem eine Änderung der Satzung der ACK, mit der vor allem Anpassungen an veränderte rechtliche Voraussetzung in Deutschland vollzogen werden sollen. Die SELK-Kirchenleitung wird sich auf einer ihrer nächsten Sitzungen damit beschäftigen, da Beschlüsse der Mitgliederversammlung die Zustimmung der jeweiligen Kirchenleitungen bedürfen.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wurde am 10. März 1948 von fünf Kirchen gegründet. Im Jahr 2026 gehören ihr einundzwanzig Kirchen unterschiedlicher Traditionen an, weitere vier Kirchen sind Gastmitglieder und fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die Mitgliederversammlung, die zweimal im Jahr zusammenkommt. Seit März 2025 ist der anglikanische Priester aus Wiesbaden, Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK. Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche ist seit 1994 Vollmitglied der ACK in Deutschland.

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