Begegnungspfarrkonvent Hessen-Süd und Niedersachsen-West
Vom 8. bis 10. September 2026 trafen sich die Pfarrkovente der Kirchenbezirke Hessen-Süd und Niedersachsen-West unter der Leitung der Superintendenten Peter Kiehl (Darmstadt) und Henning Scharff (Soltau) im Lutherischen Jugendgästehaus in Homberg (Efze). Geistlich gerahmt durch Gottesdienste und Andachten verbrachten Pastoren, Emeriti und Pastoralreferentin Claudia Matzke fast drei Tage miteinander. Die Konvente hatten es sich zur Aufgabe gemacht, zwei der vier von der synodalen Einheitskommission vorgeschlagenen Themen zu bearbeiten.
Pfarrer Markus Nietzke (Hermannsburg) leitete deshalb am Dienstag eine Einheit zum Thema Heilsgewissheit. Am Mittwoch stand die Gestaltung kirchlicher Verwaltungs- und Leitungsstrukturen im Mittelpunkt eines Gesprächganges, den Pfarrer Michael Ahlers (Wiesbaden) moderierte. Um einen Blick über die Kirche hinaus zu tun, nahm der Begegnungspfarrkonvent an einer Betriebsbesichtigung bei der Firma B. Braun in Melsungen teil. Einer der Abende wurde als Wiskey-Probe gestaltet, wobei nicht nur der Geschmack für die feinen Aromen Hochprozentiger Brände aus Schottland geschult wurde, sondern es konnten auch verschiedene Sorten Ahle Wurst aus Nordhessen miteinander verglichen werden.
Als Ergebnis der inhaltlichen Arbeit hielt der Begegnungspfarrkonvent zu den bearbeiteten Themen kurze Statements für die synodale Einheitskommission fest, die, mit Kautelen versehen, eine breite Mehrheit finden konnten. Nicht ohne eine gewisse Erleichterung wurde in der Schlussrunde von mehreren Teilnehmern geäußert, dass sich die Befürchtungen, die sie sich im Vorhinein des Konventes gemacht hatten, als unbegründet erwiesen hatten. Ausdrücklich wurde von einzelnen darauf hingewiesen, dass die geistliche und sakramentale Einheit dieses Begegnungspfarrkonventes noch bestehe. Doch es ist nicht in erster Linie Freude, die darin zum Ausdruck kam, sondern die Feststellung, dass diese Einheit in Frage steht.