Humanitäre Hilfe für Bulgarien
Auf Einladung von Ehepaar Kossev unternahm der Verein Humanitäre Hilfe Osteuropa e.V. eine Besuchsreise nach Gabrovo/ Bulgarien. Dort befindet sich in einem in Sowjetzeiten erbautem mehrstöckigem Bau das Lager mit den Hilfsgütern (im rot umrandeten Feld erkennbar). Im letzten Jahr wurde in Bötersen ein LKW für genau dieses Lager beladen. Stefan und Anelia Kossev starteten vor 20 Jahren mit der humanitären Hilfe in Bulgarien und ihre Arbeit ist stetig gewachsen. Aus ihrer christlichen Motivation heraus haben sie im Laufe der Jahre über 40 Secondhandläden rund um Gabrovo bis nach Sofia eröffnet und geben so über 80 Frauen Arbeit und damit Lohn. Ihre große Bitte ist, dass auch wir sie mit Hilfsgütern unterstützen.
Grund der Reise nach Bulgarien war also, das Ehepaar Kossev kennen zu lernen, ihr Lager mit den Hilfsgütern zu besichtigen und nach möglichen Wegen der Zusammenarbeit zu suchen, um dann zu entscheiden, ob, wie und in welchem Umfang geholfen werden kann.
„Tatsächlich war ich sehr überrascht von allem, was ich sah, hörte und erlebte“, so Almuth Müller, die mit Tanya D. (Dolmetscherin) die Reise unternommen hatte. Und sie ergänzt:“ Ein fremdes Land, so viele neue Eindrücke, so viele Informationen, so ganz anders der Ablauf mit den Hilfsgütern. Hier in Bulgarien wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Die drei Tage kamen mir vor wie drei Monate. Das muss ich erstmal alles verarbeiten.“
Für die Vorstandsmitglieder gibt es jetzt viel Gesprächs- und Klärungsbedarf, um die nächsten Schritte gehen zu können. Ob und wie mögliche Hilfstransporte nach Bulgarien stattfinden könnten, wird bei den kommenden Sitzungen natürlich besprochen werden. Dass sich die Hilfslieferungen nach Osteuropa im Wandel befinden, haben wir in letzter Zeit schon mehrfach bemerkt. Das Wort „Altkleidersammlung“ darf der geneigte Leser sicher demnächst aus seinem Wortschatz streichen, wenn er an die humanitäre Hilfe Osteuropa denkt oder darüber spricht. Andere Hilfsgüter werden inzwischen dringlicher benötigt. Doch dazu später mehr, wenn klar ist, wohin die Reise geht.