Paulus-Gemeinde beim Kunstfestival
Die Evangelisch-Lutherische Paulus-Gemeinde am Kranoldplatz in Berlin-Neukölln hat auch 2026 wieder am größten Berliner freien Kunstfestival „48 Stunden Neukölln“ teilgenommen. Seit vielen Jahren beteiligt sich der Posaunenchor der Gemeinde unter der Leitung von Rainer Köster mit Konzerten. Sie sind immer am Thema des Kunstfestivals orientiert und haben die Form einer Soiree. In diesem Jahr beschäftigte sich das Kunstfestival mit verschiedenen Aspekten von Grenzen.
Die Musiker des Posaunenchores und der Organist Adrian Baguena überschritten am Sonntag, den 5. Juli 2026, in ihrem Konzert um 16 Uhr mehrere Stilgrenzen. Angeregt durch Paul Gerhardts Lied „Herr, der du vormals hast dein Land“ wurden außerdem die Grenzen zwischen Krieg und Frieden, Realität und Hoffen, Gegenwart und Zukunft erkundet. Alles mündete in Friedensgesang und Friedensgebet. Erfreulicherweise hatten die Veranstalter des Kunstfestivals das Konzert in einen der thematischen Rundwege aufgenommen. Das führte zahlreich Besucher in den besonders wahrnehmbaren Kirchsaal.
Seit 14 Uhr waren nämlich an fünf Stellen im Kirchraum begehbare Stationen von einem kleinen Team aus der Paulus-Gemeinde errichtet worden. Durch die Ansprache verschiedener Sinneseindrücke wurde das Festivalthema aufgegriffen. Mit Hilfe der Vorstellung, dass in der biblischen Botschaft Gott die Grenze zwischen sich und seiner Schöpfung überschreitet, brachten die Stationen mit der Erfahrung des Angerufen-Werdens durch Gott, der Speisung durch Gott, der Segnung durch Gott und des Lebens mit Gott sowie der Beschäftigung mit Gott in Kontakt. Auch hier zeigten sich die begleitenden Gemeindeglieder über das Interesse der Festivalbesucher sehr erfreut, in den knappen zwei Stunden bis zum Konzert kamen viel mehr Besucher als erwartet.