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Mannheimer Kirchengemeinde verabschiedet sich von ihrer Kirche

MannheimMit einem opulenten Gottesdienst hat sich die Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Michael Mannheim-Ludwigshafen am 5. Sonntag nach Trinitatis, dem 5. Juli 2026 nach 65 Jahren von ihrem Kirchgebäude verabschiedet. Die gottesdienstliche Tafel war reich gedeckt – es gab zum Abschied noch eine Taufe und die Gemeinde feierte ein letztes Mal das Heilige Abendmahl in diesem Kirchraum. Pfarrer Förster versuchte, in der Predigt über die Jüngerberufung am See Genezareth das Gefühl der Vergeblichkeit der Arbeit der müden Fischer mit dem Ruf zum Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt auch für die Kirchengemeinde zu verbinden.

Die wird ihre Gottesdienste fortan zusammen mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Thomas in Heidelberg-Rohrbach feiern. Eine Fusion der beiden Gemeinden wird derzeit vorbereitet.

Manche Träne war zu sehen, darüber, dass man das Kirchengebäude nicht mehr länger nutzen und erhalte könne – doch auch Freude darüber, dass es weiterhin kirchlich genutzt werden wird. So war denn der Gottesdienst, der mit Orgel, Bläsern, einem Chor und der Kirchenband musikalisch reich gestaltet war auch keine Entwidmung, sondern es wurde (symbolisch) ein Kirchschlüssel an die Käufergemeinde Jeshua Eden e.V. übergeben, die dort künftig ihre Gottesdienste feiern wird. Gemeinsam mit Vertretern der Käufergemeinde sang die Gemeinde „Denn der Geist und die Braut ...“ – ein Lied, das in beiden kirchlichen Traditionen bekannt ist. So bereitete der Gottesdienst zwar einerseits ein Wechselbad der Gefühle zwischen Trauer und Dankbarkeit für all den Segen, den man in diesem Haus empfangen durfte, wurde aber doch andererseits als würdiger Abschluss eines langen Weges empfunden.

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