Kirchensynode der SELK startet digitale Tagung
An ihrem ersten Sitzungstag am 18. Juni hat die 4. Tagung der 15. Kirchensynode der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ihre Beratungen aufgenommen. Die Synode findet vollständig digital über die Plattform Zoom statt. Zu Beginn begrüßte das Präsidium der Kirchensynode, das vom Campus der LThH in Oberursel die Sitzung leitet, die Synodalen sowie die Gäste. Präses Dr. Jorg Christian Salzmann (Wrestedt) wird dabei von den Beisitzern Ingeborg Polzer (Durach) und Steffen Wilde (Nidderau) unterstützt. Nach organisatorischen Hinweisen zur Durchführung der digitalen Tagung und den für Gäste geltenden Regelungen wurde die Synode mit einem digitalen Gottesdienst eröffnet.
Der als „Blütenlesegottesdienst“ gestaltete Eröffnungsgottesdienst stand unter der Predigt von Bischof Hans-Jörg Voigt (Hannover). Die Produktionsleitung lag bei Pfarrer Markus Nietzke (Hermannsburg). Weitere Mitwirkende bereicherten den Gottesdienst mit liturgischen und musikalischen Elementen. Im Anschluss eröffnete das Präsidium offiziell die Tagung und stellte die Beschlussfähigkeit sowie Anwesenheit fest. Insgesamt waren 47 Synodale bzw. ihre Vertreterinnen und Vertreter anwesend.
Erstmals kommt bei einer Tagung der Kirchensynode ein neues digitales Abstimmungssystem zum Einsatz, das mit Hilfe der Synodalen getestet wurde. Dieses ermöglicht rechtssichere geheime Abstimmungen und stellt damit eine wichtige technische Weiterentwicklung für digitale Sitzungen der SELK dar. Der Sitzungsablauf wurde bewusst mit großzügigen Pausen gestaltet, um auch im digitalen Format eine konzentrierte und angenehme Arbeitsatmosphäre zu fördern.
Ab 17 Uhr begann die zweite Sitzungsperiode der Synodaltagung mit der Vorstellung der eingegangenen Anträge im Plenum. Die Anträge wurden entsprechend ihrer Zuordnung zu den Arbeitsausschüssen 1 bis 4 vorgestellt. Die Einführung erfolgte jeweils durch die Antragsteller oder einen ihrer Vertreter. Nach jeder Vorstellung schloss sich eine erste Aussprache an. Dabei erhielten insbesondere jene Synodalen das Wort, die nicht dem jeweils zuständigen Arbeitsausschuss angehören. Dabei wurden bereits wertvolle Perspektiven, Argumente und Positionen in die Ausschüsse mitgegeben.
Nach einer abendlichen Unterbrechung wurden die Antragsvorstellungen ab 20 Uhr fortgesetzt. Die Beratungen des ersten Sitzungstages endeten gegen 21.15 Uhr mit einer digitalen Abendandacht, die von Propst Jörg Ackermann geleitet wurde. Die digitale Durchführung der Synode ermöglicht auch Gästen – unabhängig von ihrem Wohnort – die Teilnahme als Zuhörer. Zeitweise verfolgten knapp 50 Gäste die Beratungen. Dies unterstreicht die Transparenz der Beratungen sowie die in den Kirchlichen Ordnungen der SELK vorgesehene Öffentlichkeit der Synodaltagungen. Die Beratungen der 4. Tagung der 15. Kirchensynode werden am 19. Juni fortgesetzt und dauern noch bis zum 20. Juni an.
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