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Debatte über Lumen Gentium 8 in Pretoria

Lumen Gentium 8 DebatteAuf Einladung des St. John Vianney Seminary (179 Main Street, Waterkloof, Pretoria) durch den Akademischen Dekan, Rev. Sbongiseni Joseph Msomi, fand am Freitag, 15. Mai 2026 von 14 bis 17 Uhr eine akademische Debatte über Punkt 8 des Ökumenismus-Dekrets des Zweiten Vatikanischen Konzile (1963-1965) statt. Diskutiert werden sollte folgende These: „Die ekklesiologische Lehre, dass ‚die Kirche Christi in der katholischen Kirche besteht‘ (‚subsistit‘, Lumen Gentium 8), ist mit echtem Ökumenismus unvereinbar – sie lässt sich nicht ehrlich mit einem aufrichtigen Engagement für die Einheit der Christen vereinbaren.“

Diese Debatte sollte unter den Theologiestudenten am St. John Vianney Seminary NPC stattfinden. Das Lutherische Theologische Seminar in Tshwane (LTS) war gebeten, Beiträge aus lutherischer Perspektive einzutragen. Dabei sollten zweimal je zwei Redner des St. John Vianney Seminary befürwortende und ablehnende Stellungnahmen vortragen; anschließend erfolgten zwei Reaktionen aus lutherischer Sicht, gefolgt von zwei weiteren Voten aus katholischer Perspektive. Kommentare aus dem Publikum folgten. Abschließende Bemerkungen von zwei Theologen und ein Fazit bildeten den Abschluss der Debatte.

LTS war vertreten durch den Rektor, Dr. Heinz Hiestermann und Prof. em. Dr. Werner Klän, D.Litt.; Rev. Mintesinot Birru Anfato, Rev. Fernando Huf und Bischof em. Dr. Dieter Reinstorf nahmen als Gäste teil. Zur Vorbereitung der Studenten hatte Prof. Dr. Klän, derzeit in Absprache mit der Lutherischen Kirchenmission als Gastdozent dort, einer Gruppe von sechs Studenten einen kleinen Grundkurs in ökumenischer Theologie, besonders des Zweiten Vaticanum gegeben. Zwei Sprecher, Happy Maganga aus Malawi und Thomas Schnackenberg aus der FELSiSA, trugen eine Kritik des Textes von Lumen Gentium 8 und kurzgefasste einführende Bemerkungen zu lutherischer Ekklesiologie vor; mehrere Studenten des LTS lieferten Beiträge in der Gesamtaussprache.

In seinem Schlusswort betonte Prof. Dr. Klän die Wichtigkeit ökumenischen Austauschs, nicht zuletzt mit Hinweis auf die im Jahr 2030 anstehende 500-Jahrfeier des Augsburgischen Bekenntnisses, und regte eine Fortsetzung ggf. bei LTS, an.

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