Tagung der Synode des Kirchenbezirks Rheinland-Westfalen
Mitte März kamen 30 stimmberechtigte Synodale und einige Gäste in den Räumen der Kreuzkirchen-Gemeinde Witten der SELK unter Leitung von Präses Matthias Leube (Düsseldorf) zur diesjährigen Synode des Kirchenbezirks Rheinland-Westfalen der SELK zusammen. Superintendent Michael Otto (Essen) reflektierte zu Beginn in seinem Bericht die Situation im Kirchenbezirk auf dem Hintergrund der diesjährigen Jahreslosung: „Siehe, ich mache alles neu“ (Die Bibel, Offenbarung 21 Vers 5). Kantor Thomas Nickisch (Radevormwald) berichtete aus der Kirchenmusik mit dem Dank für das vielfältige Engagement in den gemeindlichen und überregionalen Chören. Da sich das Format der „Wanderkantorei“ nach einigen Jahrzehnten überlebt hatte, wurde es durch einen vielversprechenden „Impulstag Kirchenmusik“ ersetzt.
Aus der Jugendarbeit berichteten Bezirksjugendvertreterin Rebecca Dürholt (Düsseldorf) und Jugendkoordinatorin Therese Bolduan (Düsseldorf). Der Schwerpunkt lag im letzten Jahr auf der Arbeit mit Konfirmanden. Pfr. Markus Nietzke (Hermannsburg) hielt anschließend einen anregenden Vortrag unter der Fragestellung „Ist der Glaube nichts mehr für unsere junge Generation?“ – passend zum Synodalthema. Propst Burkhard Kurz (Farven) erläuterte die derzeitige Situation um die Frage nach der Ordination von Frauen in der SELK, die derzeit nach Grundordnung Artikel 7 (2) nicht gestattet ist. Er verwies auf die bei der letzten Synodaltagung eingesetzte Einheits- und Trennungskommission. Dr. Thomas Förster (Düsseldorf) berichtete im Anschluss aus der Arbeit der „SynKo Einheit“, Harald Schaefer (Köln) präsentierte seine Eindrücke aus der „SynKo Trennung“. Auch die für die SELK herausfordernde Personalentwicklung wurde auf der Bezirkssynode angesprochen, da in den kommenden Jahren viele Pastoren der „Babyboomer-Generation“ in den Ruhestand treten, aber voraussichtlich nur wenige neu in den Beruf kommen.
Über diese Themen hinaus wurden weitere Arbeitsbereiche thematisiert und Berichte vorgetragen. Zu den Aufgaben der Synode gehörten auch weitere Wahlen. So wurden u.a. Thomas Krüger (Münster) und Harald Schäfer (Köln) zum Bezirksbeirat gewählt, nachdem die Amtszeit von Stephanie Krüger (Münster) abgelaufen und Hardy Ehlerding (Witten) aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war. Da auch die Amtszeit von Matthias Leube (Düsseldorf) als Präses abgelaufen war, wurde er auf Vorschlag des Bezirksbeirates für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Ute Seils (Duisburg) wurde als Nachfolgerin für Renate Förster (Düsseldorf) für zunächst zwei Jahre als Bezirksrendantin gewählt. Superintendent Otto sprach Frau Förster für ihren großen ehrenamtlichen Dienst während der letzten sieben Jahre den herzlichen Dank der Synode aus und überreichte ihr ein Geschenk.
Neben den Haushaltsfragen lagen der Synode zwei Anträge vor. Sie beschloss eine Vergütung für Vertretungsdienste von Ruheständlern ab 2027 und verlängerte die Beauftragung und Finanzierung der Stelle der Jugendkoordinatorin für das laufende Jahr. Am Ende der Synode wurde ein Abendmahlsgottesdienst gefeiert, in dem Pfarrer Markus Nietze die Predigt hielt und die (wieder-)gewählten Beauftragten und Beiratsmitglieder gesegnet wurden.