SELK-Aktuell

Ökumenische Passionsandachten in Grünberg

Passionsandacht Oekumenischer ChorIn diesem Jahr hat sich die Grünberger Stadtökumene darauf geeinigt, die Passionsandachten in den jeweiligen Kirchen nach der Ordnung der gastgebenden Gemeinde zu feiern. Die zweite Ökumenische Passionsandacht fand in diesem Jahr in der lutherischen Bethlehemskirche (SELK) am Mittwoch, den 11. März, statt. Sie wurde musikalisch wesentlich mitgestaltet durch den Ökumenischen Chor unter der Leitung von Ulrike Sgodda-Theiß, der Kantorin der Evangelischen Stadtkirchengemeinde.

Die Chorbeiträge waren eine Kyrie-Meditation zu Beginn, nach der Evangeliumslesung zu Jesu Weg nach Golgatha das Lied „O Haupt voll Blut und Wunden“ und am Ende der Andacht „Dona nobis pacem“. Die Bethlehemskirche war gut gefüllt und mancher Christ aus Grünberg hat die Kirche zum ersten Mal von innen gesehen. In seiner Predigt beleuchtete Pfarrer i.R. Wolfgang Schillhahn die Gestalt des Simon von Kyrene, der im Ökumenischen Heiligenlexikon als „Helfer Jesu“ bezeichnet und als Idealgestalt für die Nachfolge Jesu verstanden wird. Im Lukasevangelium wird beschrieben, dass Simon auf dem Nachhauseweg von der Feldarbeit war und zufällig dem Kreuzesweg Richtung Golgatha begegnete. Römische Soldaten nötigten ihn, das Kreuz des zum Tode verurteilten Jesus von Nazareth zu tragen. Dieses Erlebnis soll dazu geführt haben, dass er und seine Familie später der urchristlichen Gemeinde angehörte. Am Ende der Andacht dankte Schillhahn dem Chor für die Bereicherung des Gottesdienstes mit dem Vergleich „Der Gesang in der kleinen Kirche klang wie im Kölner Dom.“

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