Matthias Krieser übernimmt Sola-Gratia-Verlag


Mit dem 1. Januar hat SELK-Pfarrer i.R. Matthias Krieser (Rotenburg/Wümme) den der SELK nahe stehenden Sola-Gratia-Verlag übernommen. Der bisherige Eigentümer, SELK-Pfarrer i.R. Lüder Wilkens (Berlin), hat die Leitung aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. Er hatte den Verlag 2012 gegründet. Für selk.de beantwortet der neue Verlagsleiter aus Anlass der Übernahme Fragen der Redaktion.

Sola-Gratia-Verlag

SELK.de: Herr Pfarrer Krieser, Sie haben den Sola-Gratia-Verlag übernommen. Wie lässt sich das Profil dieses Verlages beschreiben?

Krieser: Wir möchten Christen und Interessierten mit guten Informationen den Glauben vertiefen helfen und ein Leben in Anbetung und Nachfolge fördern. Das Spektrum reicht von zeitgemäßen Textfassungen lutherischer Bekenntnisschriften über thematische Abhandlungen, Predigten und liturgische Schriften bis hin zu anspruchsvoller theologischer Literatur.

SELK.de: Ihr Vorgänger, Pfarrer Lüder Wilkens, gründete den Verlag im Jahr 2012. Was waren seine Motive, einen eigenen Verlag zu begründen?

Krieser: Hauptsächlich war es der Wunsch, sein – im Moment leider vergriffenes – Buch „Die Religionen und der christliche Glaube“ preisgünstig zu veröffentlichen und zu verbreiten. Daneben spielt sicher auch eine Rolle, dass Pfarrer Wilkens als ehemaliger Schriftsetzer schon immer gern Printmedien gestaltet hat.

SELK.de: Wie haben Sie selbst in die Verlagsarbeit hineingefunden?

Krieser: Pfarrer Wilkens bat mich 2014, sein Buch als E-Book herauszugeben, denn er wollte sich nicht mehr selbst ins digitale Publizieren einarbeiten. Daraus entstand in den folgenden Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit.

SELK.de: Das Verlagsprogramm enthält auch Titel, die Sie selbst verfasst haben. Arbeiten Sie zurzeit an einem weiteren Projekt oder haben Sie eine konkrete Idee im Blick?

Krieser: Ideen habe ich viele, mehr als sich in absehbarer Zeit verwirklichen lassen. Kurz vor der Fertigstellung steht ein Bändchen mit zwei Aufsätzen zur Kirchenmusik. Neben grundlegenden musiktheoretischen Betrachtungen habe ich mich nämlich schon lange mit der Frage beschäftigt, ob und wie sich geistliche Musik von weltlicher unterscheidet. Das Projekt schließt auch eine Hörbuch-Fassung ein, damit man die Musikbeispiele nicht nur als Noten betrachten, sondern auch hören kann.

SELK.de: Gibt es für das neue Jahr bereits konkrete Planungen für weitere Veröffentlichungen des Verlags?

Krieser: Bischof i. R. Dr. Jobst Schöne möchte im Sola-Gratia-Verlag eine theologische Arbeit über Luthers Abendmahlsverständnis veröffentlichen. Es ist eine sehr tiefgründige und interessante Schrift mit manchen überraschenden Details. Dr. Schöne nimmt darin unter anderem die Bedeutung der Einsetzungsworte und die Frage nach der Dauer der Realpräsenz in den Blick. Es handelt sich eigentlich um eine fachtheologische Arbeit, aber in unserer Ausgabe werden die lateinischen Zitate in deutscher Übersetzung erscheinen, sodass auch interessierte Nicht-Theologen auf ihre Kosten kommen.

SELK.de: Als neuer Verlagsleiter: Was sind Ihre Wünsche und Hoffnungen für das neu begonnene Verlagsjahr?

Krieser: Dass Gott seinen Segen auf die Arbeit lege, oder konkreter: Dass die Schriften des Sola-Gratia-Verlags vielen Menschen Freude, Trost, Glaubensstärkung und Erkenntnisgewinn bringen. Zu diesen Menschen rechne ich nicht zuletzt mich selbst, denn die Verlagsarbeit bringt mir schon jetzt viel Freude und geistlichen Gewinn.

SELK.de: Vielen Dank für das Interview und Gottes Segen für die Verlagsarbeit!


LogoWebsite des Verlags:
www.sola-gratia-verlag.de

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