Kommission für Supervision und Beratung tagte | 19.11.02022

Kirchlicher Strukturprozess der SELK im Fokus
Klausurtagung der "Kommission für Supervision und Beratung"


Hannover, 19.11.2022 - selk - Die Kommission für Supervision und Beratung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) traf sich zu ihrer jährlichen Klausurtagung vom 17. bis zum19. November im Stephansstift Hannover. Intensiv diskutierte die Kommission mit ihren Gästen Superintendent Michael Otto (Bochum) und der Kontaktperson der Kirchenleitung, Propst Burkhardt Kurz (Farven), die aktuellen Entwicklungen innerhalb der Kirche seit dem letzten Treffen.

Die Mitglieder der Kommission - Pfarrer Stefan Paternoster (Korbach), Pfarrer Carsten Voss (Dortmund) und Pfarrer Holger Thomas (Cottbus-Döbbrick) - sind unterschiedlich eingebunden in Einzelberatung, Krisenintervention, Supervision, Kirchenvorstands- und Gemeindeanliegen sowie den aktuellen Strukturprozess in der SELK. Aus diesen Bezügen ergaben sich die inhaltlichen Schwerpunkte der Klausurtagung. Besonders im Fokus war der Prozess, der sich aus dem aktuellen Synodalauftrag zur langfristigen Versorgung der Gemeinden mit weniger Pfarrern ergibt.

Unter dem Blickwinkel von Gemeindeberatung/Organisationsentwicklung wurden folgende Fragen bedacht: Was ist die Ausgangssituation für den Strukturprozess? Worin besteht die Notwendigkeit zur Veränderung und wie tieft greift sie? Was würde passieren, wenn dieser Prozess nicht begonnen und gesteuert würde? Was kommt auf die Gremien und Gemeinden zu? Wie kann Sicherheit vermittelt werden und was sind die konkreten Ziele des Prozesses?

Im Ergebnis ihrer Beratungen unterstreicht die Kommission die Notwendigkeit, einen strukturierten Prozess zeitnah anzugehen. Nach ihrer Auffassung würde damit einer sich verschärfenden Konkurrenzsituation, einer ungerechten Verteilung der knappen Personalressourcen, Überlastungssituationen und einer schon jetzt beobachtbaren Polarisierung in der Kirche entgegengewirkt werden können. Aus fachlicher Sicht ist ein innerkirchlich gemeinsames Verständnis der Notwendigkeit für den Veränderungsprozess herzustellen. Weiterhin müsste eine von den Gemeinden und Entscheidungsgremien gemeinsam getragene Zielvorstellung entwickelt und ein verstehbarer und gangbarer Weg dahin aufgezeigt werden. Der Begleitung von handelnden Akteuren auf Gemeinde- und Bezirksebene kommt dabei aus Sicht der Kommission eine zentrale Bedeutung zu, da in diesem Prozess vorhandene Vorstellungen von gemeindlicher Arbeit und kirchlichen Versorgungsstrukturen in Frage gestellt werden.

Der für diesen Prozess sich zeitnah konstituierenden Steuerungsgruppe hat die Kommission Mitarbeit und Unterstützung zugesagt.

Zur Weiterarbeit hat sich die Kommission für Supervision und Beratung für das erste Quartal 2023 vereinbart.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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