SELK: Oasentage | 15.11.2022

Wege im Dunkeln
SELK:  Oasentage im Missionarischen Zentrum Hanstedt I


Uelzen, 15.11.2022 - selk - Zum dritten Mal fanden im Bereich der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) die Oasentage vom 7. bis zum 10. November unter der bewährten Leitung der Pastoren Helge Dittmer (Kiel) und Johannes Dress (Bad Bevensen) im Missionarischen Zentrum in Hanstedt I statt. Dieses Tagungshaus wird vom Amt für Missionarische Dienste der Landeskirche Hannovers geführt.

Die 29 Teilnehmenden erlebten einen strukturierten Tagesplan, der vom Morgengebet und dem Gebet zur Nacht eingerahmt war. Weiter wurden das Mittagsgebet und das "Gebet der liebenden Aufmerksamkeit" zu festen Tageszeiten angeboten. Am späten Nachmittag, musikalisch und fachlich fundiert begleitet von Helge Dittmer am E-Piano, fand zur Freude der Teilnehmenden das gemeinsame Singen statt.

Der Schwerpunkt der Vormittage war dem Hauptthema "Wege im Dunkeln" gewidmet und lag auf der Auseinandersetzung mit biblischen Texten über Elia in der Wüste (1. Königebuch, Kapitel 19) und Petrus im Gefängnis (Römerbrief, Kapitel 12). Nach der Einführung in der Gruppe erfolgte eine einstündige Schweigezeit, in der sich alle Teilnehmenden allein und individuell mit den Inhalten beschäftigten und anschließend im Gruppengespräch vertieften. Diese Schritte haben einen starken Eindruck bei vielen hinterlassen.

Nachmittags gab es ein dreiteiliges Angebot: Ikonen schauen uns an, einen Emmausweg gehen oder Schönes aus alten Gesangbüchern als kreatives Angebot. Beim Betrachten einer Ikone und die Beschäftigung mit deren Gestaltung und Aussage entstanden bleibende Eindrücke. Das Gehen zu zweit, wie die Emmausjünger, bot die Möglichkeit, sich im Miteinander über freie und persönliche Themen auszutauschen. Dabei konnte auch die Erfahrung gemacht werden, dass eine dritte Person (Jesus?) mitging. Beim anschließenden gemeinsamen Singen wurde der Nachmittag abgerundet. In der Abendzeit wurde vorgelesen, fand eine Gesprächsrunde mit freier Themenwahl statt oder konnte die freie Zeit genutzt werden. Mit dem Gebet zu Nacht in der nur vom Kerzenlicht erleuchteten benachbarten Kirche konnte der Tag abgeschlossen werden. Hierbei hatten die Anwesenden Kerzen in der Hand, gingen umher oder fanden einen Platz zum Sitzen, während Musik aus Taize erklang und zwischendrin ein Gebet den Tag beschloss.

Den Abschluss der Oasentage bildete ein Abendmahlsgottesdienst mit Besinnung auf Maria Magdalena (Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 20). Ihre Tränen am Grab Jesu verwandelten sich in das Erstaunen über Jesu Auferstehung und seine Zusage, dass er auch in dunklen Zeiten gegenwärtig ist. In diesem Gottesdienst war am Ende eine persönliche Segnung eingebettet. Gerade diese Segnung war für alle ein sehr tiefes und emotionales Erleben. Im Ausblick wurde eine weitere "Oasentagung" im kommenden Jahr angekündigt und freudig aufgenommen.

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Ein Bericht von selk_news /
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