Hermann-Sasse-Preis 2023 geht an Heidrun Mader | 15.11.2022

Hermann-Sasse-Preis 2023 geht an Heidrun Mader
SELK vergibt erneut Preis für lutherische Fachliteratur


Hannover, 15.11.2022 - selk - Die Jury des Hermann-Sasse-Preises der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) beschloss auf ihrer Sitzung am 7. November in Hannover, den Hermann-Sasse-Preis für lutherische theologische Literatur für das Jahr 2023 an Prof. Dr. Heidrun Mader zu vergeben. Sie wird geehrt für ihr Werk "Markus und Paulus. Die beiden ältesten erhaltenen literarischen Werke und theologischen Entwürfe des Urchristentums im Vergleich", mit dem sie sich habilitierte. Die Preisträgerin hat seit 2022 den Lehrstuhl für Biblische Literatur und ihre Rezeption an der Universität in Köln inne.

Der Hermann-Sasse-Preis wurde durch die SELK im Jahr 1995 aus Anlass des 100. Geburtstages des lutherischen Theologieprofessors Hermann Sasse gestiftet. Der Preis wird seither für Buchveröffentlichungen vergeben, die Theologie und Geschichte der lutherischen Reformation und Kirche behandeln. Satzungsgemäß können aber auch Publikationen aus anderen theologischen Gebieten, die den Auftrag der lutherischen Kirche fördern und ihrem Erbe gerecht werden, bedacht werden.

Der Vorsitzende der Jury, Prof. i.R. Jorg Christian Salzmann (Wrestedt-Wieren) sagte gegenüber selk_news, er freue sich als Exeget über die Entscheidung, den Preis an Mader zu vergeben. Nach der Preisvergabe an Prof. Dr. Udo Schnelle sei es das zweite Mal, dass ein exegetisches Werk gewürdigt werde. "Zudem hat Prof. Heidrun Mader Teile ihres Studiums in Oberursel verbracht, sodass ich ihre gründliche Arbeitsweise bereits kenne und schätze", meinte Salzmann weiter.

Bisher wurde der mit zurzeit 1.500 Euro dotierte Buchpreis nur an Theologinnen und Theologen außerhalb der SELK vergeben. Die Jury (zu ihr gehören Pfarrer i.R. Dr. Albrecht Adam, Prof. Dr. Jürgen Kampmann, Prof. i.R. Dr. Ernst Koch, Prof. Dr. Christian Neddens, Prof. Dr. Christian Peters, Prof. Salzmann und Bischof Hans-Jörg Voigt D.D.) verständigte sich darauf, dass es bei dieser Praxis bleiben solle. Buchveröffentlichungen aus dem Bereich der SELK sollen in der Regel nicht geehrt werden, damit der Preis auch weiterhin deutlich über die Grenzen der SELK hinaus ausgerichtet bleibe. Dies sei auch im Sinne Hermann Sasses.

Die bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen sind Albrecht Peters, Jörg Baur, Oswald Bayer, Gunther Wenz, Johannes Wirsching, Karlmann Beyschlag, Ernst Koch, Michael Roth, Bengt Hägglund, Johannes Hund, Maria Marten, Robert Kolb, Irene Dingel, Johann Anselm Steiger, Udo Schnelle, Susanne Wegmann und Konrad Küster. So meinte der leitende Geistliche der SELK, Bischof Voigt, es sei eine besondere Ehre, zu der "mittlerweile illustren Liste an Preisträgerinnen und Preisträgern" zu gehören.

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