Vollversammlung und Geschäftsstellenkonferenz der DBG | 28.06.2022

Vollversammlung und Geschäftsstellenkonferenz der DBG
SELK durch Stefan Förster vertreten


Burbach, 28.6.2022 - selk - Die 41. Vollversammlung und die anschließende Geschäftsstellenkonferenz der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) fand kürzlich im Internationalen Tagungszentrum der Wycliff-Bibelübersetzer in Burbach statt. Die Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zwar durch Pfarrer Stefan Förster (Heidelberg) vertreten.

Es war eine bemerkenswerte Zusammenkunft - nicht nur wegen des Tagungsortes, der interessante Einblicke in die Arbeit der Wicliff-Bibelübersetzer ermöglicht hat, und auch nicht nur, weil alle spürbar glücklich darüber waren, endlich wieder in Präsenz tagen und sich persönlich begegnen zu können. Auch die Themen waren hochaktuell: So ging es natürlich um die Ukraine und die Arbeit der Ukrainischen Bibelgesellschaft, die viel breiter aufgestellt ist als etwa die DBG Sie umfasst auch breite Bereiche der Diakonie, wovon ein etwa 20-minütiger Film zeugte, nachzusehen unter https://www.die-bibel.de/spenden/weltbibelhilfe/aktuelles/interview-mit-anatolij-rajchinets/.

Dr. Christoph Rösel, der Generalsekretär der DBG, brachte "Thesen zur Bibelverbreitung" ein, die nach eingehender Diskussion auch in den regionalen Bibelgesellschaften veröffentlicht werden sollen. Ein Anstoß dafür war die Beobachtung einer "Bibelübersättigung" im kirchlichen Milieu, verbunden mit der Frage: "Wem wollen wir welche Bibel anbieten?".

Einen guten Start hatte die Basisbibel als Vollbibel, von ihr wurden viel mehr verkauft als erwartet (2021 insgesamt 215.000 Stück, zum Vergleich: Die neue Lutherrevision in 2017 500.000 Stück, danach jährlich circa 100.000 Stück), und auch das neue Gesangbuch der SELK hat dazu beigetragen, dass 2021 ein wirtschaftlich gutes Jahr für die DBG war.

Die Canstein-Medaille wurde verliehen an die Ehrenamtlichen der von Cansteinschen Bibelanstalt in Berlin, die mit der Minecraft-Bibel und Minecraft-Gottesdiensten gerade in Corona-Zeiten ein spannendes Projekt auf den Weg gebracht hat (mehr unter https://canstein-berlin.de/).

Aus dem Bereich "Digitale Präsenz der DBG" sind vor allem die wissenschaftlichen Lexika (WiBiLex und WiReLex, s. https://www.bibelwissenschaft.de/startseite/) zu nennen, die kostenlos angeboten werden, sowie die ebenfalls kostenlose KonApp, die inzwischen die komplette BasisBibel und Luther 2017 enthält, außerdem ein Projekt, das zum 1. Advent 2022 an den Start gehen soll: Exegese für die Predigt, s. https://www.uni-muenster.de/EvTheol/nt/exegesefuerdiepredigt/projektbeschreibung.html.

Ein Themenschwerpunkt auf der Geschäftsstellenkonferenz war dankenswerterweise "Das Neue Testament - jüdisch erklärt", auch hier war und ist das Interesse deutlich höher als erwartet. Wolfgang Kraus, einer der Herausgeber, war digital zugeschaltet mit einem Vortrag über "Juden und Christen und ihre Bibel" und - ebenfalls digital - Rabbiner Josch Ahrens, einer der jüdischen Ausleger. Er sprach über "Die Entwicklung der heiligen Schriften". Zu dieser bemerkenswerten Ausgabe wurde vertiefend auch in Workshops gearbeitet.

Eine Aktion "Heiliges Papier" soll 2023 an den Start gehen und in einigen ausgewählten Städten Impulse und Hilfen geben zu der Frage: "Wohin mit meinen alten Bibeln"? Für die Stuttgarter Erklärungsbibel ist eine Neuausgabe - basierend auf Lutherbibel 2017 - in Arbeit. Das Team vom Bibelmobil berichtete, dass für einen neuen Bibelbus rund 250.000 Euro gebraucht würden, man hoffe auf Kollekten und Spenden. Über die zeitlich befristeten Sonderpreise für bestimmte Bibelausgaben im Jubiläumsjahr des Septembertestaments ist schon berichtet worden, als besonderes Angebot gibt es ein Plakat zum Thema Bibelübersetzung, erhältlich im Online-Shop der DBG, das man auch als kostenloses pdf herunterladen kann: https://www.die-bibel.de/bibeln/unsere-uebersetzungen/lutherbibel/die-geschichte-der-lutherbibel/500-jahre-bibeluebersetzung/ - dort sind auch Unterrichtsentwürfe für verschiedene Altersgruppen verlinkt.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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