Allgemeiner Pfarrkonvent (10) | 20.06.2022

Ermutigung zu alternativen Stellenbesetzungen
SELK: Allgemeiner Pfarrkonvent reagiert auf Personalmangel


Hofgeismar, 20.6.2022 - selk - Der 14. Allgemeine Pfarrkonvent (APK) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der am Freitag in Hofgeismar zu Ende gegangen ist, befasste sich auch mit den Folgen des seit einigen Jahren in der Kirche angestoßenen Strukturprozesses und des Mangels an Pfarrern und Pastoralreferentinnen.

In diesem Zusammenhang wandte sich der APK mit einem Antrag an die Kirchenleitung und das Kollegium der Superintendenten der SELK, in dem er "ausdrücklich und nachdrücklich das Anliegen [unterstützte], für gemeindliche und kirchliche Arbeitsfelder in der SELK im Rahmen des Stellenplans neben den Pfarrern Personen mit alternativen Berufsbildern für die Anstellung zu gewinnen." Gedacht ist dabei etwa an die die Gewinnung von "Pastoralreferentinnen, Diakoninnen und Diakone, von religions-, gemeinde- und sozialpädagogischen Fachkräften, Kirchmusikerinnen und Kirchenmusikern, Menschen aus dem Bereich Beratung und Seelsorge, von Verwaltungskräften auf gemeindlicher und auf regionaler Ebene sowie von Expertinnen und Experten aus dem Bereich (digitaler) Medien." Auch unterschiedliche Anstellungsformate wurden mit dem Antrag, der "Einschätzungen und Bitten" enthält, in den Blick genommen.

Wichtig war dem APK festzuhalten, dass diese "[a]ndere[n] hauptamtliche[n] Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben dem Pfarrer [.] nicht einfach unter dem Stichwort ,Entlastung', sondern mit ihren je eigenen Gaben wahrgenommen werden [sollten]."

Da die Anstellung weiterer Hauptamtlicher neben den Pfarrern das Pfarrer- und Gemeindebild verändern werde, befürwortet der APK eine

Prozessbegleitung: "z.B. durch eine öffentliche Ringvorlesung, durch Gemeindeseminare, für die ein Entwurf und eine Liste von Referenten zur Verfügung gestellt wird, und durch das Angebot von Supervision in den betroffenen Gemeinden."

In konkreten Impulsen regte der APK an, "Berichte aus dem Bereich der SELK zu sammeln und zur Verfügung zu stellen, in denen Erfahrungen mit bezahlten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Arbeitsbereichen neben dem Pfarramt dokumentiert sind", "eine Anleitung zu erarbeiten, was für Gemeinden [.] auf dem Weg zur Einrichtung/Umwidmung einer Stelle, die nicht von einem Pfarrer besetzt wird, zu berücksichtigen ist und wie zur Beantragung vorgegangen werden muss." Schließlich gab der APK mit diesem Antrag den Anstoß dazu "verschiedene ,Berufe in der SELK' [.] offensiv zu bewerben und so unter jungen Leuten das Bewusstsein zu schaffen, dass es durchaus unterschiedliche Möglichkeiten für eine hauptamtliche Tätigkeit in der SELK gibt."

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Ein Bericht von selk_news /
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