SELK an ACK-Studientag beteiligt | 30.09.2021

Abendmahl/Eucharistie im thematischen Mittelpunkt
SELK an ACK-Studientag beteiligt

Pforzheim, 30.9.2021 – selk – Am gestrigen Mittwoch fand im Bildungszentrum Hohenwart Forum in Pforzheim-Hohenwart der diesjährige Studientag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) statt. Zwei miteinander zusammenhängende Themen wurden verhandelt: „Abendmahl/Eucharistie – multilateral überdacht und überkreuz dargestellt“ und „Abendmahl/Eucharistie in Corona-Zeiten“.

Als Mitglieder einer Arbeitsgruppe des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses (DÖSTA) referierten Prof. Dr. Dorothea Sattler (Münster, römisch-katholisch) zu evangelisch-freikirchlichen Perspektiven, Prof. Dr. Hacik Gazer (Erlangen, armenisch-orthodox) zu evangelisch-landeskirchlichen und altkonfessionellen Perspektiven, Prof. i.R. Dr. Werner Klän D.Litt. (Lübeck, Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche | SELK) zu orthodoxen, altorientalischen und anglikanischen Perspektiven und Prof. Dr. Ulrike Schuler (Reutlingen, evangelisch-methodistisch) zu katholischen und apostolischen Perspektiven.

Zugrunde lag diesen Ausführungen der Rücklauf einer Fragebogen-Aktion, die die Arbeitsgruppe mit der Ökumenischen Centrale an die Mitgliedskirchen der ACK hatte ausgehen lassen. Methodisch gewollt war die Präsentation gerade in und aus der Sicht der Fremdwahrnehmungen. Leitend waren Gesichtspunkte wie: Was nehme ich (in Verständnis und Praxis des Abendmahls/der Eucharistie/der Heiligen Liturgie) bei den anderen Traditionen, Denominationen und Kirchen wahr? Was halte ich darin für zustimmungsfähig? Was überrascht mich? Was empfinde ich als fremd? Wo sehe ich weiteren Gesprächsbedarf und ökumenische Möglichkeiten?

In vier Arbeitsgruppen, die von den vier Referierenden geleitet wurden, wurden die Referate erörtert. In den Aussprachen kamen vielfältig ähnliche Erfahrungen, Nöte, aber auch neue Einsichten zutage. Dazu gehören unter anderem der Rückgang des Gottesdienstbesuchs, die Frage nach Möglichkeiten und Schwierigkeiten „digitaler Präsenz“ gerade in Diaspora-Situationen, die Individualisierung spiritueller Erfahrungen jenseits der Gottesdienste am Ort. Vermerkt wurde aber auch ein neues Fragen nach den wesentlichen Lebensmomenten von Kirche gerade angesichts von Defiziterfahrungen beim Fortfall traditioneller Gottesdienstformen. Angesprochen wurden auch die ökumenischen Rückkoppelungen von Erfahrungen in der Corona-Pandemie. Es herrschte Übereinstimmung darüber, dass die theologische Reflexion und kirchliche Aufarbeitung dieser Erfahrungen in allen Kirchen erst am Anfang steht.

An der Nachmittagssitzung konnte auch der leitende Geistliche der SELK, Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), teilnehmen, der seine Kirche dann auf der sich anschließenden ACK-Mitgliederversammlung vertrat.

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