Rheinland-Westfalen: Struktur-Workshop | 24.09.2021

Rheinland-Westfalen: Struktur-Workshop "Perspektive 2022"
SELK-Kirchenbezirk setzt Strukturarbeit fort

Bochum, 24.9.2021 - selk - Knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fast allen Gemeinden des Kirchenbezirks Rheinland-Westfalen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) kamen am vergangenen Samstag in den Räumen der Kreuz-Gemeinde Bochum zum dritten "Workshop Perspektive 2022" zusammen. Der mit zwei Treffen in den Jahren 2017 und 2018 begonnene Diskussionsprozess sollte nach corona-bedingter längerer Pause wieder aufgenommen und zu einem Zwischenergebnis gebracht werden. Anlass der Überlegungen war der Beschluss von Kirchenleitung und Kollegium der Superintendenten der SELK, die Pfarrstellen in den einzelnen Kirchenbezirken bis 2022 deutlich zu reduzieren. Für Rheinland-Westfalen heißt das derzeit, dass der Kirchenbezirk seine Pfarrstellen von 16 auf 14 zu reduzieren hat.

Falk Steffen (Bochum) begrüßte für das Vorbereitungsteam, zu dem Pfarrer Bernd Hauschild (Bochum), Dr. Thomas Förster (Düsseldorf) und Renate Raab (Wuppertal) gehören, die Teilnehmenden. Nach einer Darstellung der Zahlen und Fakten durch Superintendent Michael Otto (Bochum) und der Ergebnisse der beiden ersten Workshops durch Förster wurden in vier Gruppen unterschiedliche Modelle diskutiert, wie die Stellen im Kirchenbezirk aufgeteilt werden könnten.

Schlussendlich wurden die bisherigen vier Varianten zu zwei Alternativen verdichtet: Bei Alternative 1 arbeiten mehrere Gemeinden in größeren Pastoralteams und Pfarrverbunden zusammen, zum Beispiel entlang der "Rheinschiene" (Köln-Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Essen) und der "Ruhrschiene" (Bochum, Dortmund, Witten, Wuppertal). Die großen Verbunde würden eine effizientere Arbeitsteilung bei den Pfarrern ermöglichen. Durch eine deutliche Reduktion der Pfarrstellen könnten zusätzlich zwei Verwaltungsstellen zur Entlastung der Pfarrer installiert werden. Die seelsorgerliche Zuständigkeit für die Gemeindeglieder in den größeren Einheiten müsse dabei auf jeden Fall gewährleistet bleiben, so der Tenor vieler Teilnehmender.

Bei Alternative 2 werden nur einzelne Gemeinden zu Pfarrbezirken mit jeweils einem Pfarrer zusammengelegt. Es könnte dann aber zusätzlich einen Kirchenbezirkspfarrer geben, der beispielsweise Gottesdienstvertretungen bei Vakanzen und für übergemeindliche Veranstaltungen zuständig ist.

Eine große Mehrheit der Teilnehmenden sprach sich für eine Weiterarbeit an der innovativen Alternative 1 aus. Da der Strukturprozess sicher über das Jahr 2022 hinausgehen muss, wurde ein "Initiativkreis 2030" angedacht und personell auch schon benannt, der die Arbeit an diesem Thema im Zusammenspiel mit dem Bezirksbeirat permanent nach vorne bringen soll. Die nächste Kirchenbezirkssynode soll den Initiativkreis als synodale Arbeitsgruppe einsetzen, um ihr ein entsprechendes Gewicht für die strukturelle Gestaltung des Kirchenbezirks in der Zukunft zu verleihen.

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Ein Bericht von selk_news /
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