Bezirkssynode Niedersachsen-Ost tagte | 02.06.2021

Erfreuliche Erfahrungen und Beobachtungen aus der Pandemie-Zeit
SELK: Bezirkssynode Niedersachsen-Ost

Schnega, 2.6.2021 - selk - Im vergangenen Jahr entfiel sie ganz, in diesem Jahr konnte sie sogar wieder als Präsenz-Veranstaltung stattfinden: Am 29. Mai fand die Synode des Kirchenbezirks Niedersachsen-Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Saal des Dörfergemeinschaftshauses Schnega (Landkreis Lüchow-Dannenberg) statt, der so groß ist, dass alle Synodalen mit ausreichendem Abstand Platz hatten. Obwohl die Tagesordnung so gestrafft worden war, dass die Synode statt zwei Tagen nur einen Tag dauerte, blieb ausreichend Zeit für einen Synodalvortrag. Dieser wurde von Kantorin Antje Ney (Hanstedt/Nordheide) und Bernhard Daniel Schütze (Frankfurt/Main) von der Gesangbuchkommission der SELK gehalten, die das neue Gesangbuch der SELK vorstellten.

Superintendent Bernhard Schütze (Hamburg) blickte in seinem Bericht unter dem biblischen Motto "Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen" zurück auf die Entwicklungen im Kirchenbezirk unter den Bedingungen der Corona-Beschränkungen. Es solle nicht beim Jammern über die Einschränkungen bleiben, so Schütze, und darum habe er die Synodalen im Vorfeld gebeten, auf der Synode je eine erfreuliche Erfahrung oder Beobachtung aus der Pandemie-Zeit zu benennen. So fielen als Kontrast zu den beschwerlichen Dingen auch positive Lichter auf die Praxis der Gottesdienste und der Gemeindearbeit.

Im Zusammenhang mit dem Bericht des Superintendenten berichtete Andrea Rathje, ehemals Kirchenvorsteherin der St. Jakobi-Gemeinde Nestau, von der 2020 erfolgten Auflösung der Nestauer Gemeinde und erläuterte die Hintergründe und die Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten, die letztlich zur Auflösung geführt hatten.

Die Synode verlängerte das Arbeitsmodell "Jugendpastor und Jugendkoordinator" um zwei Jahre und wählte die derzeitige Jugendkoordinatorin Mareike Thiele (Schnega-Leisten) für ein weiteres Jahr; Jugendpastor im Kirchenbezirk ist Pfarrer Matthias Forchheim (Scharnebeck). Ebenfalls wiedergewählt wurden der Missionsbeauftragte Martin Paap (Kiel) und der Beauftragte für den Theologischen Fernkurs der SELK, Rainer Rudloff (Stelle bei Winsen/Luhe). Mit großer Dankbarkeit wurde Verena Thiele (Schnega-Leisten) aus ihrem jahrelangen Dienst als Diakonie-Beauftragte verabschiedet. Für ihre Nachfolge hatte sich bis zur Synode niemand gefunden, sodass die Aufgabe bis auf Weiteres vakant bleibt.

Der Antrag der Martin-Luther-Gemeinde Bad Schwartau auf Namensänderung des Bezirks in "Kirchenbezirk Niedersachsen-Ost/Hamburg/Schleswig-Holstein" fand nicht die erforderliche Mehrheit. Stattdessen beschloss die Synode, Kirchenleitung und Kollegium der Superintendenten um eine Prüfung zu bitten, inwieweit die Möglichkeit gesehen wird, die Namenbezeichnung der Kirchenbezirke so anzupassen, dass sich für alle Kirchenbezirke eine eindeutige regionale Zuordnung mit Orientierung an den Landesgrenzen der Bundesländer ergib, sowie zu klären, inwieweit eine Änderung der Namen der Kirchenbezirke auch eine Änderung der Grundordnung nach sich zöge. Bei der Einbringung des Antrags seiner Gemeinde hatte der Bad Schwartauer Pfarrer Klaus Bergmann davon berichtet, dass den Gemeinden der SELK in Schleswig-Holstein die Körperschaftsrechte zuerkannt worden seien. Der Weg dahin sei aber auch deshalb nicht leicht gewesen, weil den Behörden die Zuordnung der Gemeinden zu einem seinem Namen nach niedersächsischen Kirchenbezirk wenig einleuchtend erschien. Man habe das natürlich erklären können, so Bergmann, aber das gesamte Verfahren sei dadurch nicht gerade beschleunigt worden.

Die Synode schloss mit einem Beichtgottesdienst, in dem Propst Dr. Daniel Schmidt (Groß Oesingen) predigte und die wiedergewählten Beauftragten neu für ihre Dienste verpflichtet und gesegnet wurden.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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