Neue Buchreihe der LThH Oberursel | 26.04.2021

SELK: Neue Buchreihe der Lutherischen Theologischen Hochschule
Erster Band von Prof. i.R. Dr. Volker Stolle erschienen

Oberursel/Leipzig, 26.4.2021 - selk - In diesen Tagen ist bei der Evangelischen Verlagsanstalt in Leipzig ein erstes Buch in einer neuen Publikationsreihe erschienen, die im Auftrag der Fakultät der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel (LThH) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) von Prof. Dr. Christian Neddens und Prof. Dr. Gilberto da Silva herausgegeben wird.

Die neue Reihe trägt den Titel "Glauben und Bekennen. Arbeiten zu Theologie und Leben der lutherischen Kirche in Geschichte und Gegenwart": www.eva-leipzig.de/reihen.php?id=100. Die seit 2007 bestehende erste Monographienreihe der Fakultät, "Oberurseler Hefte Ergänzungsbände", die beim Verlag Edition Ruprecht erscheint, wird daneben ebenfalls fortgeführt.

Als erstes Buch in der Reihe ist nun ein Band von SELK-Prof. i.R. Dr. Volker Stolle (Mannheim) unter dem Titel "Biblische Orientierung in der Begegnung von Christen und Juden. Die Abkehr vom Judenbild Luthers in der lutherischen Theologie" erschienen (www.eva-leipzig.de/product_info.php?info=p5123_Biblische-Orientierung-in-der-Begegnung-von-Christen-und-Juden.html&XTCsid=fde9891aaa5bb110131aea467a7814c0). In der Beschreibung des Buches heißt es: "Die 1700-jährige Geschichte der Juden in Deutschland, der in diesem Jahr 2021 gedacht wird, betrifft auch die Kirchen. Als Martin Luther in seiner Theologie dem Alten Testament besondere Beachtung schenkte, belastete dies sein Verhältnis zu den Juden. Denn er nahm eine christliche Vereinnahmung der Offenbarung Gottes an Israel vor. Als sich die lutherischen Theologen seit dem 19. Jahrhundert zunehmend von Luthers Judenbild distanzierten, hatte das eine theologische Entwertung des Alten Testaments zur Folge und führte zugleich zu einem Versagen, als entschiedene Solidarität mit den Juden angezeigt gewesen wäre. Auf der Suche nach einem neuen Verhältnis zum Judentum kann lutherische Theologie in ihrer gesamtbiblischen Orientierung durchaus einen Weg finden, die gemeinsame Tradition von Christen und Juden im Bekenntnis zu dem einen Gott Israels theologisch angemessener zur Geltung zu bringen." Das Buch umfasst 312 Seiten und ist für 58 Euro im Buchhandel oder direkt beim Verlag zu erwerben.

Mit der im Sommer 2021 erscheinenden Festschrift für Prof. Dr. Ernst Koch D.D. (Leipzig), die unter dem Titel "Fides, Confessio et Pietas" von Prof. Dr. Christoph Barnbrock und Prof. Neddens herausgegeben wird, steht bereits ein zweites Buch der Reihe kurz vor der Veröffentlichung.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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