Musik-Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag | 02.12.2019

Musik-Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag
SELK: Petrus-Kirche in Homberg/Efze prall gefüllt

Homberg/Efze, 2.12.2019 - selk - Am Anfang gab es ein Problem: woher noch mehr Stühle nehmen für die immer weiter strömenden Konzert-Besucherinnen und Konzertbesucher? Es konnte gelöst werden. Und durch enges Zusammenrücken fanden dann alle, die gekommen waren, einen passenden, geradezu gemütlichen Platz in der Petrus-Kirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Homberg/Efze.

Für die Zuhörerinnen und Zuhörer war das Konzert am 24. November ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Ein Konzert am Vormittag? Die Veranstalter waren skeptisch, dennoch mutig, und die Begeisterung über das Dargebotene steigerte sich. Schon der Auftakt ließ staunen über so viel Virtuosität: Renatus Voigt und seine Blockflöte brillierten mit reinem Ton, sauberer Technik, musikantischem Spiel, begleitet von Cembalo (Jana Esipovich) und Violoncello (Julia Schmidt).

Im Zentrum des Musizierens stand die "Missa brevis Sti. Joannis de Deo" (Kleine Orgelmesse) von Joseph Haydn mit den Teilen: Kyrie - Gloria - Credo - Sanctus und Benedictus - Agnus Dei. Haydn widmete diese Komposition dem Schutzheiligen der "Barmherzigen Brüder", Joannis de Deo, einem portugiesischen Mönch. Die Form der Missa ist ungewöhnlich, Texte wurden radikal verkürzt, wobei die Chorstimmen verschiedene Worte gleichzeitig sangen, besonders im Gloria und Credo; dafür wurde das Benedictus durch einen Solo-Sopran merklich ausgeweitet. In diesem Part bestach die Sopranistin Heike Ackermann mit berührendem Timbre, in allen Lagen präsent, weich in den Höhen, im gesamten Vortrag überzeugend. Dazu die hervorragende, ausgefeilte Begleitung von Jana Esipovich am Cembalo mit den Violinistinnen Nikola Klose und Tabea Ackermann, ein Hochgenuss an Musikalität. Die beiden Chöre der SELK-Gemeinden Melsungen und Homberg/Efze mit Projektsängerinnen und Projektsängern waren in bester Form. Jedes der Missa-Teile stilistisch souverän, klanglich ausgewogen, Tempi stets angemessen, Artikulation und Dynamik textgetreu, eine Klangkultur, wie man sie sich eben wünscht.

Das betraf auch alle weiteren Werke, zum Thema - Suche Frieden und jage ihm nach (Die Bibel: Psalm 34, Vers 15 | ökumenisches Jahreslosung) - sehr bewusst ausgewählt von Kirchenmusikdirektorin Kantorin i.R. Regina Fehling, in deren Händen die gesamte musikalische Leitung lag: "Verleih uns Frieden gnädiglich" (Felix Mendelssohn Bartholdy) und die a cappella-Motette "O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens" (Rolf Schweizer).

Ein Solostimmen-Quintett (Heike Ackermann, Wilma Pistorius, Regina Fehling, Dieter Pistorius, Jörg Ackermann) brachte sich ausdrucksstark ein mit dem "Herr Gott, gib Fried dem Land" (Georg Friedrich Händel).

Wie stets in der Petrus-Kirche, wurde auch die Gemeinde hineingenommen in das Musizieren, zu Beginn mit dem fünfstimmigen Kanon von Regina Fehling "Suche den Frieden und jage ihm nach" sowie am Schluss mit dem bekannten Kanon "Dona nobis pacem" (Anonymus), unterstützt von allen Instrumenten und einem Oberchor "Gib uns deinen Frieden" (Jan Jürgen Wasmuth).

Begeistert von der berührenden Musik, auch von den "Gedanken zum Thema", die Pfarrer Jörg Ackermann beitrug, verließen die Zuhörerinnen und Zuhörer, weiter "Dona nobis" summend, die Petrus-Kirche.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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