Synodalbericht der Theologischen Kommission | 17.05.2019

Hoher Stellenwert für die Positionierung der SELK
SELK: Synodalbericht der Theologischen Kommission

Bad Emstal-Balhorn, 17.5.2019 - selk - An Aufträgen mangelt es der Theologischen Kommission der Selbständigen Evangelischen Kirche (SELK) nicht. Von der Kirchenleitung eingesetzt, nimmt sie Stellung zu Fragen der Lehre der Kirche, erstellt Gutachten im Auftrag der Kirchenleitung und sieht außerdem ihre Aufgabe auch darin, durch Langzeitstudien und Veröffentlichungen die Lehre der Kirche nach innen und außen darzustellen.

In seinem Bericht für die 14. Kirchensynode der SELK, die vom 21. bis 26. Mai in Bad Emstal-Balhorn tagt, benennt der Vorsitzende der Kommission, Prof. Dr. Christoph Barnbrock (Oberursel), die Themen, die unter anderem in den vergangenen vier Jahren bearbeitet wurden: Die Kommission begleitete den Gesprächsprozess zwischen der SELK und der Union Evangelischer Kirchen (UEK), der mit einem "Gemeinsamen Wort" 2017 einen ersten Abschluss fand. Ebenso begleitete sie den Prozess der Revision der gottesdienstlichen Lesungen in Verbindung mit der Frage nach der Übernahme der revidierten Lutherübersetzung 2017 für den gottesdienstlichen Gebrauch.

Die Kommission legte eine Orientierungshilfe für Gemeinden unter dem Titel "Berufung eines Pfarrers. Ein Vorgang - zwei Perspektiven" vor.

Besonders hebt der Bericht die Drucklegung der Langzeitstudie "Lutherische Kirche und Judentum" hervor, die als Heft 12 der SELK-Schriftenreihe "Lutherische Orientierung" erschienen ist und inzwischen auch in englischer Übersetzung zur Verfügung steht. Zu der Studie merkt der Kommissionvorsitzende an, es sei misslich, "dass der Allgemeine Pfarrkonvent dieses Papier aufgrund der Bedenken Einzelner nur 'mit Dank zur Kenntnis' genommen" habe, und die Synode dadurch nicht in die Lage versetzt worden sei, es sich zu eigen zu machen.

Als Themenfelder, die derzeit in der Kommission zu bearbeiten seien, benennt Barnbrock zum einen die Überarbeitung der Handreichung "Ökumenische Verantwortung", die dem Allgemeinen Pfarrkonvent 2021 vorgelegt werden soll. Zum anderen beschäftige sich die Kommission mit der Frage nach der Überarbeitung der "Wegweisung für evangelisch-lutherische Christen für das Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland".

Gerade bei der Behandlung kontrovers diskutierter Themen sei die Theologische Kommission zu Stellungnahmen gefordert und habe damit für die Positionierung der SELK einen hohen Stellenwert, so Barnbrock in seinem Bericht. "In ihr müssen die verschiedenen Auslegungen, Traditionen und Standortbestimmungen auf dem Boden der Heiligen Schrift und des Lutherischen Bekenntnisses ins Gespräch gebracht und nach verbindlichen Lösungsmöglichkeiten gesucht werden."

Anlässlich der 14. Kirchensynode der SELK wurden die Werke, Einrichtungen, Kommissionen und Beauftragten der Kirche turnusgemäß gebeten, einen Bericht über den Zeitraum seit der letzten regulären Kirchensynode (2015) vorzulegen. Die Berichte sind auf  https://selk.de/index.php/synode-2019 abrufbar.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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