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Diakonissenwerk Korbach: Vorstand startet neu

Diakonissentreffen in KorbachMit einer langen Liste von Ideen für diakonische Projekte hat der neue Vorstand des Diakonissenwerk Korbach e.V. seine Arbeit aufgenommen. Nachdem es auf der Mitgliederversammlung 2024 nach deutlichen Meinungsverschiedenheiten zu Rücktritten kam, öffnete sich der Weg für eine Neustrukturierung der Arbeit. Der neue Vorstand ist überzeugt, dass die vom Diakonissenwerk betriebene Wohnanlage mit einer zeitweise besetzten Beratungsstelle deutlich mehr Potential für diakonische Arbeit bietet. Das Diakonissenwerk Korbach entstand nach der deutschen Teilung als westlicher Ableger des altlutherischen Mutterhauses in Guben. Erst die Wiedervereinigung machte ein Zusammentreffen aller Schwestern wieder möglich (Foto). Derzeit lebt noch Schwester Helga Habermann als letzte Diakonisse der SELK in Korbach.

Seit der Mitgliederversammlung 2024 ist Christiane Raatz (Kassel) neue Vorsitzende. Die Ortsgemeinde wird vertreten durch Bettina Holland-Moritz (Bergheim) sowie Ortspfarrer Stefan Paternoster, der auch die Geschäfte führt. Neu im Vorstand ist Diakonin Daria Klevinghaus (Homberg/Efze). Der Kirchenbezirk wird vertreten durch Superintendent Christian Utpatel. Durch den Bezirksbeirat wurde außerdem Klaus Degenhardt (Balhorn) dem Vorstand beigeordnet. Auf seinen ersten Sitzungen hat der Vorstand zunächst die wirtschaftliche Situation des Diakonissenwerkes einer genauen Prüfung unterzogen.

In den nächsten Wochen sollen erste konkrete Ideen für diakonisches Engagement konkretisiert werden. Dabei sind sowohl kleinere, kurzfristig umsetzbare Projekte im Blick, wie auch größere Investitionsmaßnahmen. Das Diakonissenwerk könnte dabei auch zur Stütze gemeindlicher Diakonie im ganzen Kirchenbezirk Hessen-Nord werden. Einigkeit besteht darin, dass das Diakonissenwerk wieder ein deutlich geistliches Profil bekommen soll. Grundlage dafür sind die Tradition diakonischer Gemeinschaft sowie die Einbindung in den Kaiserswerther Verband.

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