Offener Frühstückstreff in Tarmstedt | 16.03.2016

Uns umgibt so viel Unwahres!
SELK: Offener Frühstückstreff in Tarmstedt

Tarmstedt, 16.3.2016 - zz/selk - An einem geschmückten Tisch und nach einem guten Frühstücksbüfett lässt man sich vermutlich lieber den Spiegel vorhalten. Und genau das tat Gundula Opitz jüngst mit den Gästen des offenen Frühstückstreffs in der Tarmstedter Salemsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ein ums andere Mal. "Das kann doch nicht wahr sein - unser Umgang mit der Wahrheit" lautete ihr Thema.

"Die Wahrheit über Prinzessin ." oder "Die Woche der Wahrheit für unsere Politiker" seien Schlagzeilen, die Menschen neugierig machten. Mit der Wahrheit verbinde man Inhalt, Qualität, Reinheit und Klarheit, so die Referentin. Hinterbliebene von Unfall- und Terroropfern wollten die Wahrheit wissen, um selbst weiterleben zu können. Opitz: "Manchmal gleicht unser Kopf einem Schlachtfeld. Wir zermartern uns Kopf und Herz. Wir suchen nach einem Anker, an dem wir uns festmachen können, wo unser Lebensschiff zur Ruhe kommt."

Dabei fange die Suche nach Wahrheit schon bei kleinen Dingen an: Die Kinder haben die Keksdose geplündert und Mutter will wissen: "Wer war das? Sagt die Wahrheit." Das sei nicht böse gemeint, sondern es solle ausgesprochen werden, damit wieder Klarheit herrsche, so die Seelsorgerin, die in einem Seniorenheim tätig ist.

In der Werbung werde der Mensch häufig mit falschen Versprechungen, Täuschungen und Lockrufen "um Gottes Wahrheit betrogen. Mit welchen Ohren hören wir die Wahlwerbung? Uns umgibt so viel Unwahres. Das tut uns nicht gut", so das Gast aus Bienenbüttel.

Manchmal, so Opitz, wolle der Mensch die Wahrheit aber auch nicht sehen und entwickle Lebenslügen wie "Ich bin immer schuld" oder "Schuld sind immer die anderen." Auch die Liebe sei ohne Wahrheit "vielleicht ein bisschen Schmalz, aber mehr auch nicht." Gerade in Lebenskrisen gelte es, die Wahrheit anzunehmen, auch wenn man sie nicht für möglich halte. "Solange, bis man einen Punkt gefunden hat, auf dem man stehen kann und nicht mehr denkt: Das kann doch nicht wahr sein!"

Opitz riet den Zuhörenden, anderen aus der eigenen Lebensgeschichte zu erzählen und sich immer vor Augen zu halten, dass jeder Mensch in Gottes Augen wertgeachtet sei.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
Quelle: Zevener Zeitung vom 16.3.2016 /
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