Alfred Prange übernimmt Springer-Pfarrstelle | 22.12.2018

Pfarrer Alfred Prange wechselt nach Niedersachsen
SELK: "Springer-Pfarrstelle" als "Pilot-Projekt"

Tarmstedt, 22.12.2018 - selk- Auf Antrag des Beirates im Kirchenbezirk Niedersachsen-West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hatten die Kirchenleitung und das Kollegium der Superintendenten der SELK auf ihrer Herbsttagung im Oktober in Bleckmar (Kreis Celle) beschlossen, im dortigen Kirchenbezirk "im Rahmen eines bis zum 30. Juni 2022 befristeten Projektes auf der Basis des bestehenden Pfarrstellenkontingents von den vorhandenen elf Pfarrstellen eine Pfarrstelle als sogenannte ,Springer-Pfarrstelle'" einzurichten. Dabei wurde als Voraussetzung beschrieben, dass während der Besetzung der "Springer-Pfarrstelle" mindestens eine der Gemeinde-Pfarrstellen im Kirchenbezirk Niedersachsen-West nicht besetzt wird: Der Bezirksbeirat sorgt in Abstimmung mit den Gemeinden dafür, dass für die Dauer der eingerichteten "Springer-Pfarrstelle" das im Stellenplan vorgesehene Stellenkontingent von elf Pfarrstellen nicht überschritten wird. Vereinbart wurde außerdem, die "Springer-Pfarrstelle" über den Weg einer Berufung durch die Kirchenleitung zu besetzen.

Eine im Anschluss an diese Beschlussfassung durch die Kirchenleitung an Pfarrer Alfred Prange ergangene Berufung der Kirchenleitung wurde kürzlich von diesem angenommen. Der 62-jährige frühere Südafrika-Missionar ist zurzeit Pfarrer der SELK-Gemeinde "Zum Heiligen Kreuz" in Gemünden (Westerwald) und wird in der ersten Hälfte des neuen Jahres mit seiner Frau nach Niedersachsen wechseln; Wohn- und Dienstsitz wird Tarmstedt sein. Das Ehepaar hat einen Sohn.

In der Begründung seines Antrag hatte der Beirat des Kirchenbezirks Niedersachsen-West die Situation dargestellt, nach der von elf besetzbaren Pfarrstellen zurzeit nur acht besetzt sind, und erklärt, Ziel des Einsatzes eines "Springer-Pfarrers" sei es, "die angespannte Vakanzsituation im Bezirk zu entkrampfen." Außerdem erwarte man "von einem solchen Pfarrer wegen einer fehlenden Loyalitäts-Bindung an eine bestimmte Gemeinde wichtige Impulse für den Strukturwandel im Kirchenbezirk insgesamt." Der Kirchenbezirk habe von 2001 bis 2014 sieben Pfarrstellen abgebaut und sich unbeschadet dessen "mit der Gesamtkirche auf den Weg eines Struktur-Prozesses gemacht, um die Anzahl der Pfarrer im Bezirk von elf auf neun zu reduzieren."

Dem Einsatz messen die Verantwortlichen im Kirchenbezirk auch den Charakter eines "Pilot-Projektes" zu, das "Signalwirkung" in die SELK hinein entwickeln könne, "wie man den sicher noch fortdauernden Struktur-Prozess sinnvoll gestalten kann."

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Ein Bericht von selk_news /
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