Marko Turunen ordiniert | 01.12.2018

Marko Turunen zum Amt der Kirche ordiniert
SELK: Festgottesdienst in Berlin-Steglitz

Berlin, 1.12.2018 - selk- In der mit über 350 Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesuchern überfüllten Dreieinigkeits-Kirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz wurde am gestrigen Freitag, dem kirchenjahreszeitlichen Gedenktag des Apostels Andreas, Vikar Marco Turunen (Berlin-Steglitz) durch SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) zum Pastor im Ehrenamt ordiniert.

Der Gottesdienst wurde mehrsprachig gefeiert. Neben Deutsch war vor allem Farsi, die Sprache der Iraner, zu hören. Aber auch Lateinisch, Englisch und Finnisch konnte man vernehmen. Turunen ist Finne, Kirchglied der SELK, und wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau Siiri Turunen von der Missionsgesellschaft Lutheran Evangelical Assoziation of Finland zur Missionsarbeit in die Dreieinigkeits-Gemeinde Steglitz der SELK entsandt.

So wurden im Rahmen der Ordinationshandlung biblische Voten in Turunens Heimatsprache Finnisch durch Missionsdirektor Pfarrer Ville Auvinen (Helsinki/Finnland) und von Turunens Vater, Pfarrer Martti Turunen (Kontiolahti/Finnland), gesprochen. Neben diesen und weiteren Pfarrern sprach auch SELK-Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. (Berlin-Zehlendorf), der an diesem Tage seinen 59. Ordinationstag begehen konnte, ein Votum. Bei der Ordination assistierten neben Pfarrer Auvinen Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D. (Berlin-Steglitz) und Missionar Hugo Gevers (Leipzig).

In seiner Ordinationsansprache ging Bischof Voigt zunächst darauf ein, dass Gott in den Dienst der Kirche ruft. So, wie er Turunen in seinen Dienst gerufen habe, so habe er den Apostel Andreas in seine Nachfolge gerufen. Begabt von Gott habe der Apostel Menschen zu Jesus geführt. Zu Turunen gewandt, meinte der Bischof: "Gott hat Sie schon begabt und begabt Sie heute ganz besonders. Heute aber werden Ihnen die besonderen Gaben des Heiligen Geistes anvertraut, die es notwendig braucht, um im Auftrag Jesu predigen zu können, Sünden vergeben zu können, die Sakramente austeilen zu können." Gott habe den Apostel Andreas nach altkirchlicher Überlieferung nach Kleinasien gesandt, ins Gebiet des heutigen Rumäniens und Russlands, um dort den christlichen Glauben zu verkündigen. "Gott hat Sie hierher nach Berlin gesandt. Das waren ganz menschliche Wege. Deshalb sind wir der Missionsgesellschaft Lutheran Evangelical Assoziation of Finland sehr dankbar, dass Sie und Ihre liebe Frau nach Berlin gesandt worden sind. Vor allem sind wir Gott dankbar, dass er Sie sendet." So sei es Gott allein, der ruft, begabt und sendet.

Nach der Ordination setzte der neu ordinierte Geistliche zum ersten Mal das Abendmahl ein. Eines der Gebete und die Einsetzungsworte sprach er in Farsi. Während der kaum enden wollenden Sakramentsausteilung mit über 300 Kommunikantinnen und Kommunikanten erklangen persische Lieder durch den gemeindeeigenen Chor. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Gemeindesaal ein Büfett mit "Essen aus Luthers Zeiten".

Die Dreieinigkeits-Gemeinde ist mit circa 1.800 Gemeindeglieder eine der größten Gemeinden der SELK und Anlaufstelle für Geflüchtete, vornehmlich aus dem Iran und Afghanistan. Als Berliner Flüchtlingskirche besteht diese Kirchengemeinde mehrheitlich aus Geflüchteten. Ehepaar Turunen wird die Arbeit unter ihnen künftig auf vielfältige Weise unterstützen und fördern.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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