Wyneken-Historienspiel in Verden | 12.09.2017

Die Reformation und die Verdener
SELK: Wyneken-Historienspiel vor dem Rathaus

Verden, 12.9.2017 - krz/selk - Wie sich die Reformation auf Verden und seine Bürgerinnen und Bürger ausgewirkt hat, zeigte ein kurzweiliges szenisches Historienspiel am Sonntagnachmittag auf dem Rathausplatz. Klönschnack-Weiber, Dom-Gymnasiasten, hier insbesondere der Pastorensohn aus St. Andreas, Conrad Dietrich Wyneken, und manch anderer hatten damit zu tun.

Der frühere Pfarrer der Verdener Zionsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und heutige Rektor der Lutherischen Theologischen Hochschule der SELK in Oberursel, Prof. Dr. Christoph Barnbock, hatte den Stoff dramatisch umgesetzt. "Von einem, der auszog, die Reformation in die Welt zu tragen", so lautete der Titel des Festspiels, das Kirchglieder der Zionsgemeinde auf dem Podest vor dem Verdener Rathaus aufführten.

"Das Lutherjahr und die Reformation sind mehr als nur ein Touristenevent in den Lutherstädten. Die Reformation ist auch was für Verden sowie die Region und auch für Nicht-Fachleute interessant", erklärte Cord-Henning Lührs dem Publikum. Mit großem Interesse verfolgte es das Geschehen auf und am Podest. Danach nahm Lührs als Erzähler die Zuhörer mit auf die Reise durch die Schauplätze. Dabei stand der am 13. Mai 1810 in Verden geborene und am 4. Mai 1876 in San Francisco verstorbene Friedrich Conrad Dietrich Wyneken im Fokus. Der Pastorensohn war nach seinem Studium bereits im Jahr 1838 in die USA ausgewandert, wo er als Missionar und Pastor tätig war. Außerdem versah er 14 Jahre lang als zweiter Präsident der Lutherischen Kirche-Missouri Synode (LCMS), mit der SELK heute in Kirchengemeinschaft steht, seinen Dienst und war der erste Präsident des Concordia Theological Seminary der LCMS, dessen Mitbegründer er war.

Für die Regie von Wynekens "Lebensreise" zeichnete Ortrud Tomhave verantwortlich. Sie hat die historische Spurensuche leicht und mit einer Brise Humor inszeniert. Ebenso war auch den Darstellern die Gratwanderung zwischen ernsthaftem, vom Posaunenchor der Gemeinde musikalisch begleiteten, historischem Spiel und dem Humor der Umsetzung überaus gelungen.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
Quelle: kreiszeitung.de (Niemann), 12.9.2017
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